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Mobiler Ultraschall
Mein mobiles Ultraschallgerät ist für sämtliche diagnostische
Zwecke der Gynäkologie und Orthopädie immer und überall einsetzbar. Das Gerät
wird über einen Akku betrieben und besitzt einen Monitor, welcher am Handgelenk
getragen werden kann. Dadurch ist im Bedarfsfall ein Betrieb unabhängig von
einem Stromanschluss sogar auf der Weide möglich und ein umständliches,
gefährliches Aufbauen großer Gerätschaften neben oder hinter dem Pferd
entfallen.
Künstliche Besamung (KB)
Die KB hat in der Pferdezucht bereits einen großen Stellenwert
erreicht und gegenüber der Bedeckung im Natursprung viele wesentliche Vorteile
wie größere Sicherheit für Stute und Hengst, bessere Zuchthygiene bzw.
minimierte Ansteckungsgefahr durch Deckseuchen sowie größere Verfügbarkeit an
Samen unterschiedlicher Hengste und weitgehende geographische Unabhängigkeit bei
der Auswahl des Hengstes.
Ob mit Frischsamen oder Tiefkühlsamen, das Management bei der KB
ist sehr wichtig. Kontrolle des Follikelwachstums ist essentiell, um den
richtigen Besamungszeitpunkt zu bestimmen. Um die Trächtigkeitsrate zu
optimieren, sollten bei den Stuten mehrmals täglich Follikelkontrollen
durchgeführt werden.
Damit der Samen zum Besamungszeitpunkt verfügbar ist, muss er
termingerecht bestellt werden, vor allem, wenn der Hengst nicht in unmittelbarer
Nähe der Stute aufgestellt ist. Bei Tiefgefriersamen ist die Logistik einfacher,
allerdings auch die Trächtigkeitsrate eine niedrigere. Der Samen wird vor der KB
beurteilt und anschließend in die Gebärmutter der Stute eingebracht.
Um die aufwendigen Untersuchungen im Rahmen der KB lückenlos
durchführen zu können und Ihnen häufige Anfahrtskosten zu ersparen, können
Stuten zur Besamung (sowohl mit Frisch- als auch mit TG-Samen) gerne bei uns
eingestellt werden.
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Trächtigkeitsuntersuchung (TU)
Die moderne
Trächtigkeitsuntersuchung wird mittels rektaler Ultraschalluntersuchung bereits
ab Tag 14-18 nach der Ovulation (Eisprung) durchgeführt. Dies ermöglicht eine
möglichst frühe Diagnose, um bei Nichtträchtigkeit die folgende Rosse zur
neuerlichen Besamung/Bedeckung nutzen zu können. Weiters ist dies der einzige
Zeitpunkt, um gefährliche Zwillingsträchtigkeiten erkennen zu können und daher
in der seriösen Pferdezucht unerlässlich.
Eine
Trächtigkeitsdiagnostik über Hormone im Blut (ab dem 36.Tag) oder Kot (ab dem
120.Tag) ist in der Regel nicht notwendig, kann aber bei Bedarf gegebenenfalls
zusätzlich durchgeführt werden.
Tupferprobe
Die so genannten
Stutentupfer geben nach Untersuchung in einem Speziallabor Hinweis darauf, ob
eine Besiedelung des Genitaltraktes mit pathogenen Keimen vorliegt, was eine
Behandlung erfordern würde, oder ob die Stute gesund ist und somit bedenkenlos
für die Zucht herangezogen werden kann. Es muss zwischen unterschiedlichen
Entnahmeverfahren unterschieden werden:
Tupferproben aus dem
Uteruslumen (Gebärmutter) und der Zervix (Gebärmutterhals) werden unter
Verwendung eines Vaginalspekulums entnommen und anschließend bakteriologisch und
mykologisch (auf Bakterien und Pilze) untersucht. Die Tupferentnahme sollte
vorzugsweise in der Rosse, d.h. bei geöffnetem Muttermund durchgeführt werden.
Klitoristupfer dienen
in erster Linie zur Diagnose der CEM (Contagiöse Equine Metritis), eine durch
den Erreger Taylorella equigenitalis verursachte Deckseuche. Diese Untersuchung
ist zusätzlich bei geplanter Bedeckung im Natursprung erforderlich.
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Uterusspülung
Bei Entzündungen bzw.
Infektionen der Gebärmutterschleimhaut der Stute, wie sie häufig nach einer
Bedeckung im Natursprung, aber auch nach einer künstlichen Besamung oder
gelegentlich sogar ohne jegliche Zuchtnutzung der Stute auftreten, stellt die
Uterusspülung die Therapie der Wahl dar. Dabei wird unter sterilen Bedingungen
mit einem Schlauch durch die Scheide und den Gebärmutterhals direkt in den
Uterus wiederholt Spülflüssigkeit gebracht und wieder abgelassen, um die
Reinigung und Entleerung der meist flüssigkeitsgefüllten Gebärmutter zu
erwirken. Diese Therapie wird vorzugsweise in der Rosse durchgeführt, da dann
der Gebärmutterhals schlaff ist und leichter passiert werden kann. Zusätzlich
zur reinen Spülung werden schwere Infektionen auch medikamentös behandelt.
Uterusbiopsie
Die Uterusbiopsie
erfolgt mittels eines Biopsieentnahmegerätes direkt aus der Gebärmutter. Dabei
wird eine kleine Gewebeprobe entnommen und anschließend histologisch untersucht.
Diese Untersuchung gibt Aufschluss über den Zustand der Gebärmutterschleimhaut.
Es kann festgestellt werden, ob Entzündungen oder möglicherweise sogar
irreversible Schäden am Endometrium bestehen und somit eine wichtige Prognose
bezüglich zukünftiger Trächtigkeiten der betreffenden Stute gestellt werden.
Eine Uterusbiopsie
sollte bei älteren Stuten, die noch nie ein Fohlen hatten, sowie bei Stuten mit
bekannten Fruchtbarkeitsproblemen durchgeführt werden.
Zuchttauglichkeitsuntersuchung (ZTU)
Die
Zuchttauglichkeitsuntersuchung von Stuten hat mehrere, sehr wichtige Aspekte.
Wenn sie eine Stute kaufen, mit der sie einmal züchten wollen, ist es ratsam,
sie vorher gründlich auf ihre Zuchttauglichkeit hin untersuchen zu lassen.
Nach einem Trauma
oder nach Verletzungen des Reproduktionstraktes ist immer eine Untersuchung
angezeigt. Oftmals entstehen Verletzungen während der Geburt. Bei einer
Untersuchung nach der Geburt können entstandene Verletzungen abgeschätzt und
notwendige Behandlungen durchgeführt werden, um die Stute für die nächste
Trächtigkeit wieder optimal vorzubereiten.
Bei einer Stute mit
Fruchtbarkeitsproblemen in der Vergangenheit kann mit einer Untersuchung der
Grund dafür erhoben werden und danach die Chancen einer Trächtigkeit und Geburt
eines Fohlens besser abgeschätzt werden.
Die ZTU beinhaltet
die vollständige morphologische Untersuchung des äußerlich zugänglichen
Genitales, Palpation und Ultraschalluntersuchung des Reproduktionstrakts,
Tupferentnahme und Untersuchung bedingt krankmachender Keime.
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