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Influenza (Pferdegrippe)
Pferdeinfluenza ist eine hochansteckende
Virusinfektion. Eine wirksame Behandlung ist nicht bekannt. Die Krankheit
(Fieber, Husten, div. Komplikationen) dauert mindestens 2 Wochen bis mehrere
Monate. Bei großen Seuchenzügen kann die gesamte Pferdepopulation gewisser
regionaler Gebiete während Monaten epidemieartig betroffen sein. Ein wirksamer
Impfschutz ist deshalb nicht nur im Interesse des Pferdes und seines Besitzers,
sondern auch in demjenigen der Organisatoren von pferdesportlichen
Veranstaltungen. Impfungen werden deshalb von den Pferdesport- und
Zuchtverbänden im regelmäßigen Abstand von 6 Monaten vorgeschrieben.
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Equine Herpesviren (EHV)
Beim Pferd gibt es zwei gesundheitlich relevante Stämme des Equinen
Herpes-Virus. EHV-1 verursacht bei trächtigen Stuten seuchenhafte Aborte
(Verfohlen), meist im letzten Drittel der Trächtigkeit, und ist daher in erster
Linie für Züchter von Bedeutung. Dieser Stamm ist jedoch auch für
Atemwegssymptome verantwortlich. EHV-4 ist Erreger von Atemwegserkrankungen mit
Fieber (Rhinopneumonitis), besonders bei jungen Pferden. Die Impfung bietet
einen wirksamen Schutz und ist bei Zuchtstuten und in Aufzuchtbetrieben sowie
bei Turnierpferden und Tieren aus Ställen mit stark wechselndem Bestand
sinnvoll.
Da sowohl EHV als auch die Pferdeinfluenza in 6-monatigen
Intervallen aufgefrischt werden muss, empfiehlt sich eine Kombinationsimpfung
gegen Grippe und Herpes.
Zum Schutz gegen den Virusabort der Stute sollte eine
Grundimmunisierung bereits vor der Trächtigkeit erfolgt sein und eine
zusätzliche Impfung im 3./4. sowie 7./8. Trächtigkeitsmonat durchgeführt werden.
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Tetanus (Wundstarrkrampf)
Tetanus ist die Folge einer Wundinfektion. Die Erreger
zählen zu den Bakterien und sind praktisch überall vorhanden (Boden, Pferdemist,
Humus, Reithallen- und Reitplatzbeläge, Einstreu etc.) Sie vermehren sich
vornehmlich in schlecht durchblutetem Gewebe. Auch winzig kleine, mit freiem
Auge kaum wahrnehmbare Verletzungen können Auslöser für eine Infektion sein,
welche nicht selten tödlich verläuft. Bei der Vermehrung setzen die Bakterien
einen Giftstoff frei, der sich an Nervengewebe bindet und schlimme neurologische
Symptome hervorruft. Die Impfung ist sehr wirksam und kostengünstig. Die
Behandlung eines an Tetanus erkrankten Pferdes ist nur im Frühstadium möglich,
sehr aufwändig und teuer. Ein guter Impfschutz ist deshalb nicht nur im
Interesse des Pferdes, sondern auch in demjenigen des Besitzers.
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Tollwut
Der Erreger wird über den Speichel von infizierten
Tieren übertragen (Bisswunden). Alle Säugetiere inklusive Mensch können
infiziert werden. Bei Pferden kommt es vorrangig auf der Weide durch den
infizierter Fleischfresser (Fuchs, Dachs, Marder, Hund, Fledermaus, Waschbär…).
Daher sollten Pferde, die Weidegang haben, geimpft sein. Obwohl Österreich im
Moment tollwutfrei ist, ist eine Einschleppung des Virus, besonders in
grenznahen Gebieten, nie auszuschließen. Der letzte bekannte Fall von Tollwut
bei einem Pferd aus dem Burgenland beispielsweise ereignete sich noch im Jahr
2003.
Aufgrund der enormen Gefahr für den
Menschen gehört die Tollwut zu den anzeigepflichtigen Seuchen und unterliegt als
solche der staatlichen Kontrolle. Behandlungsversuche sind bei tollwutkranken
und tollwutverdächtigen Tieren verboten. Tollwutverdacht besteht auch dann, wenn
ein Kontakt mit einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigen Tier nur vermutet
wird. In einem solchen Fall kann die Tötung angeordnet werden, es sei denn, Ihr
Tier ist nachweislich gegen Tollwut schutzgeimpft.
Die Impfung bietet einen sehr guten
Schutz und ist bei entsprechender Seuchenlage empfehlenswert.
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Dermatomykose (Hautpilz)
Gegen die Hautpilzerkrankung des
Pferdes gibt es als Therapie einen gut wirksamen Impfstoff, welcher gleichzeitig
vorbeugend angewandt werden kann. Es empfiehlt sich eine zweimalige Impfung im
Abstand von 14 Tagen (in hartnäckigen Fällen dreimal) als Behandlung bzw.
Grundimmunisierung. Der Schutz hält 9 Monate an und kann bei Bedarf durch eine
Auffrischung erneuert werden.
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