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Tiefgefrorene Biestmilch

copyright www.neuropol.comGewinnung und Lagerung von Kolostralmilch
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Aufnahme einer ausreichenden Menge antikörperreicher Kolostral- oder Biestmilch guter Qualität in einem definierten Zeitraum (in den ersten 12 - 18 Lebensstunden) den optimalen Schutz gegen Infektionskrankheiten bei neugeborenen Fohlen darstellt. Als Vorbeugemaßnahme für Notfälle sollte daher Biestmilch (gelbliche Farbe, klebrige Konsistenz) von gesunden Mutterstuten idealerweise in den ersten 6 Stunden nach dem Abfohlen abgemolken werden. Auszuschließen sind lediglich Stuten, die schon ein Fohlen mit Gelbsucht hatten.

Es empfiehlt sich das Kolostrum in ¼-Liter-Portionen in der Tiefkühltruhe einzufrieren. Sofern die Kühlkette nicht unterbrochen wird, ist Kolostrum etwa 18 Monate im tiefgefrorenen Zustand haltbar (Gefäß beschriften!). Ein Fohlen braucht etwa einen dreiviertel bis einen Liter, wobei die Menge auch von der Qualität des Kolostrums abhängt.
Im eigenen Interesse empfiehlt es sich Biestmilchreserven von gesund abfohlenden Stuten für Notfälle (z.B. Tod der Stute bei der Geburt, Laufenlassen der Biestmilch vor der Geburt etc.) abzumelken und einzufrieren.

Man kann den Antikörpergehalt durch eine Messung mit dem Kolostrometer vor dem Einfrieren bestimmen. Mittels Messung mit Kolostrometer kann man auch bestimmen, ob das Abmelken einer Stute noch sinnvoll ist oder nicht. Nach 24 Stunden ist meist nur noch "normale" Milch vorhanden.

Die gefrorene Milch sollte nur langsam aufgetaut werden (keinesfalls in der Mikrowelle)! Bei den Fohlen sollte man immer im Alter von etwa 24 Stunden überprüfen, ob sie genügend Kolostrum erhalten haben, indem man den Antikörperstatus im Blut mit einem Schnelltest (IgG-Antikörperbestimmung) überprüft. Dann weiß man, ob man auf der sicheren Seite ist oder ob man lieber noch Hyperimmunserum infundieren sollte.

 

Gewinnung und Lagerung von Kolostralmilch

 

 

<p><a href="images/stories/pdf/kolostralmilch_neu.pdf">Leitfaden zur Gewinnung und Lagerung von Kolostralmilch</a></p>